Internationale Krisen als Herausforderung verstehen und verantwortungsbewusst handeln (59-04)

Der LSR setzt sich dafür ein, dass

die direkte Belastung von Schulen im Hinblick auf internationale Krisen, Fluchtbewegungen und deren Folgen stärker beachtet und anerkannt wird. Um diese zu minimieren, müssen folgende Maßnahmen getroffen werden:

  1. Um psychische Belastungen von internationalen Krisen betroffener (bspw. famliär bedingt) und insbesondere geflüchteter Schüler:innen gut auffangen zu können ist eine vollumfängliche Deckung von multiprofessionellen Teams in allen Schulen jeglicher Schulform notwendig.
  2. Politische Bildung muss verstärkt bei internationalen Krisen ansetzen. Ziel dessen ist eine Einordnung der Geschehnisse, die emotionale Unterstützung belasteter Schüler:innen und die Sensibilisierung bezüglich der humanitären Lage in den Krisengebieten. Für eine Stärkung der Empathie gegenüber Betroffenen, soll hier ein Schwerpunkt auf die Lage von Kindern und Jugendlichen gelegt werden.
  3. Konzepte wie die Aktuelle Stunde können hier passende Angebote schaffen. Außerdem sollte auch ein gesteigerter Fokus auf den Austausch untereinander liegen, wofür beispielsweise themenspezifische Austauschrunden wichtige Formate bilden, bei insbesondere auch Krisen besprochen werden können, von denen Schüler:innen der Klasse selbst betroffen sind (wenn eine Lehrkraft so eine Methode für ihren Unterricht plant, muss sie dies im Vorhinein mit den betroffenen Schüler:innen absprechen.)
  4. Damit Lehrkräfte in der Lage sind, politische Bildung hinsichtlich internationaler Krisen durchzuführen und mit betroffenen Schüler:innen umzugehen, müssen sie fortgebildet werden. Diese Fortbildungen sollen die Themen Flucht, Trauma, interkulturelle Sensibilität, Konfliktpädagogik berücksichtigen sowie Kompetenzen zur Einbindung von politisch und emotional sensiblen Themen in den Unterricht behandeln. Sie sollen praxisnah, in regelmäßigen Abständen und für Lehrer:innen in sozialwissenschaftlichen Fächern verpflichtend angeboten werden. Das entsprechende Angebot zu schaffen, liegt in der Verantwortung des LaSuB. Wir befürworten dafür auch die Zusammenarbeit mit freien Trägern.

Durch die Sensibilisierung von Lehrkräften, Schüler:innen und multiprofessionellen Teams soll ein tolerantes und geschütztes Schulklima geschaffen werden, welches Schüler:innen, Lehrkräfte und Mitwirkende unabhängig ihrer Herkunft, Sprache oder Fluchtgeschichte gleichstellt und vor Diskriminierung und Mobbing schützt.